18.07.07
Ich brauche mich nicht zu wundern, wenn einige glauben, ich hätte mit dem laufen aufgehört - ich habe die Seite nicht besonders gut aktuell gehalten.
Aber, auch die anderen Seiten hatten gelitten und ich war heilfroh, als ich 2 Videos und 2 Songs fertig gestellt hatte - für die habe ich mich besonders angestrengt, durch die Arbeit habe ich nicht mehr soviel Zeit wie früher, aber auf der anderen Seite mache ich jetzt nichts nach dem "huschhusch" Prinzip - wenn es mir nicht gefällt, dann warte ich einige Zeit, manchmal kommen mir weitere Einfälle und manchmal landet das Projekt in die Tonne.
So ist das halt :)
Was hat sich läuferisch getan?
Leider nicht viel.
Dabei war ich nur teilweise schuld daran...
Zuerst die Lehrgänge, das fettige Essen, die Entscheidung zu lernen und nicht mehr soviel laufen und dann plötzlich auftretende Leistenbeschwerden hatten mich zurückfallen lassen.
Nach ca. 5 Monaten, unzähligen Diagnosen (von Februar bis Juli) und 3 Krankenhäusern wurde bei einer Op festgestellt, das es sich bei den Beschwerden doch kein Lymphknoten (wie vorher angenommen) sondern ein Leistenbruch handelte.
Das ist also der aktuelle Stand der Dinge - die Op liegt nun seit 1 Woche hinter mir und ich fange an, langsam wieder zu walken.
Genau, man hat richtig gelesen, ich walke.
Aber nicht draussen, nein, ich habe mir, weil ich ein spariges Bienchen bin - ein wirklich tolles Geburtstagsgeschenk gekauft.
Ein Laufband!
Das ist es - mein ganzer Stolz, andere haben Motorräder und geben damit an und ich stelle mich in den Garten und sage jedem, der es nicht hören will "Ich besitze ein Horizon Elite 507".
Ich bin ehrlich, die Saison ist für mich gelaufen, vor allem da die nächsten Lehrgänge anstehen - aber jeder Rückschlag hat auch was gutes, ich bin positiv eingestellt.
Natürlich war ich einige Zeit geknickt, aber ich bin ehrlich, vor den Beschwerden habe ich mich auch gehen gelassen und es hätte nicht soweit kommen müssen, aber auf der anderen Seite wollte ich den Lehrgang so gut wie möglich bestehen, vor allem, da es ein sehr wichtiger für mich war.
Ich hoffe, die Seite nun etwas aktueller gehalten zu haben, auf alle Fälle bin ich noch dabei und habe nach wie vor meine Ziele und Träume und werde darauf hin laufen :)
12.11.06
Nach einer Schreibpause, ist es Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen.
Ich bin dieses Jahr zwei Marathons angegangen im Wettkampf und offizieller
Zeitmessung und einen so privat gelaufen. Leider konnte ich mein Training
nicht durchziehen, wie ich das geplant hatte, schuld war ein äußerer
Umstand und die Erkenntnis, das Umknicken doch sehr schmerzhaft ist und
es lange dauert, bis man sagen kann "Ich bin wieder fit".
Dadurch war es ein Risiko geworden, am Berlin Marathon teilzunehmen.
Nachdem ich mit mehreren Leuten mich abgesprochen hatte, darunter einem
Arzt, nahm ich dennoch teil und finishte ihn mehr als glücklich.
Eine Woche nach Berlin bin ich dann noch einen gelaufen, merkte aber sehr
schnell, das der Kreislauf noch nicht vollständig regeneriert war und
deshalb wanderte ich nach 16 Km ins Ziel, weil der Veranstalter mich nicht
gehen lassen wollte ;)
Ich glaube kaum, das das was ich mache und betreibe für einige anständig
ist, auf der anderen Seite liebe ich das laufen sehr und ziehe dadurch viel
Kraft für mein Leben heraus und meine persönliche Meinung ist,
das Training gut und wichtig ist, aber man es sich durch zu viel trainieren
auch kaputt machen kann.
Laufen bedeutet für mich Lebensfreude, egal ob ich schnell oder langsam
bin. Und die Herausforderung einen Ultra anzugehen bedeutet für mich,
das ich meine eigenen Grenzen erweitern möchte.
Ich bin sehr ehrgeizig geworden in meinem Beruf und ich denke, das laufen
hat seinen Teil dazu beigetragen, das, wenn ich denke, es geht nicht mehr,
ich in meinem Inneren weiss, das es noch geht.
Der Laufbericht von den Teichwiesen kommt noch, nachdem ich Besitzer eines
Laptops bin, werde ich die Muße haben, auch in der Woche, schreiben
zu können.
Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest und gönnt euch
ruhig mal was!
22.06.06
Etwas ganz tolles hat sich heute ereignet : Ich habe die Stunde geknackt.
Endlich, 10 Km unter dieser beknackten Stunde...
Wie es dazu kam :
Meine Polar kam heute an und nach einer Stunde Konfiguration ging es los...
Zum
Test der Genauigkeit habe ich 1 Km gewalkt, das Tempo, was ich in Biel
gewalkt bin - sie zeigte einen 9er Schnitt an, wahnsinn, wie schnell mir
das im Gehtempo vorkam und eine Ernüchterung zugleich...
Dann
lief ich 1 Km in 7:30 und fühlte auch, das das mein Schnitt normalerweise
ist.
Ok,
dann gings los - gleich los mit einem 5er Schnitt - es mögen 5:30
gewesen sein, aber das pendelte sich immer wieder nach oben und nach unten
(4:47 war meine schnellste Geschwindigkeit, war bestimmt bergab...).
Zuerst
verhalten - was macht der Puls, was machen die Beine, kann ich noch atmen?
Ja, alles in Ordnung...es geht gut, ich trinke ab und zu aus meiner 0,5
l Flasche und merke, das der Flüssigkeitsbedarf nicht wenig ist.
Dann
laufe ich nach oben, bzw. in die kleinere obere Hälfte des Parks,
dort, wo das Planetarium steht.
Mir
ist wichtig, die Uhr keinesfalls anzuhalten, mein Ziel - die 5 Km unter
30 min laufen und wie durch ein Zufall komme ich bei Grün über
die Ampel.
Nun
gehts bergauf, 2 Km sind schon geschafft - 8 sollen noch? Kann doch nicht
wahr sein...
Aber
ich halte mich fest, spiele mit der Geschwindigkeit, mal 5:10 - dann 6:20
- so schaffe ich es, nicht in den anaeroben Bereich zu kommen, in die "Japszone" - das Trinken mit der Flasche gelingt mir schon akrobatenhaft
- nicht eine Sekunde muss ich das Tempo verringern und ich erlebe mein
persönliches Glücksgefühl, als ich eine Läuferin überholen
kann - wann hatte ich schon mal das???
Ich
kann mich nicht erinnern.
Dann,
bei Km 4 (nur noch 1) sehe ich zwei Nordicwalker, aber diesmal spüre
ich keine Furcht.
Ich
laufe noch immer im gewünschten Schnitt an ihnen vorbei und langsam
verhallen ihre Stöcke in der Ferne - herrlich.
Km
5 erreiche ich in 29:17
Ziel
erreicht, oder?
Jetzt
nochmal das gleiche?
Och
nee...scheinen meine Beine zu sagen, und jetzt gehts sogar etwas bergauf
- also 6:45 er Schnitt, um zu erholen und dann weiter.
Mal
schauen...
Bei
Km 6 bin ich noch immer unter 35 Minuten und als ich Km 7 erreicht habe,
weiss ich, das es theoretisch drin ist, diesmal unter einer Stunde zu
laufen.
Nur
noch 3.
Drei
können auch lang werden...
Ich
lenke mich ab, variiere die Geschwindigkeit - übrigens Holger, das
Piepen habe ich als aller Erstes ausgestellt, ich habe eine stumme Polar...
Km
8 erreiche ich unter 49 Minuten - jetzt klappts!
Jetzt
will ich es auch!
Die
Flasche ist längst leer - mein Kopf ist erhitzt wie noch nie und
ich schwitze wie eine ...
Ich
verlängere die Strecke, drehe hier und da ne Runde und schau immer
wieder auf die Uhr - manchmal werde ich langsamer und habe dennoch das
Gefühl, gleich zu bleiben - dann treibe ich mich an, los, komm -
ist nicht mehr weit...
Ein
lang gehegter Traum soll sich diesmal erfüllen.
Und
als ich die Uhr bei Km 10,4 bei 58:47 stoppe weiss ich...
Ich
habe sie geknackt!!!
Danke
fürs lesen - heute werde ich sehr glücklich ins Bettchen gehen
- habe ich dafür doch mehr als 5 Jahre gebraucht
PS:
Und was noch sehr schön war, ich hatte das Gefühl, das ich dieses
Tempo noch für mind. 2-5 Km hätte halten können - da geht
noch watt!!!
14.06.06
Unglaubliches habe ich in der letzten Zeit erlebt.
Positiv : Tolle Läufer kennen gelernt, bei solchen Menschen meldet
man sich schon für einen Lauf an, nur um sie wiederzusehen.
Negativ : Sich überfordert zu haben und jetzt Krankengymnastik machen
müssen.
Wobei, ich habe einen tollen Arzt, Christian Hottas - Extremläufer
und Arzt aus Leidenschaft. Jedesmal wenn ich in seiner Praxis bin, macht
er mir den Mund wässrig von Läufen und ich melde mich im Kopf
schon dafür an...
Der Streak ist gerissen und die ersten Tage hatte ich damit auch zu knapsen...aber
was ist ein Streak schon gegen die Gesundheit?
Ich kann es kaum abwarten, wieder voll fit in den nächsten Lauf zu
starten. Denn dann kann ich auch mal alles geben und muss nicht immer
mit angezogener Handbremse laufen...
Der Sommer ist nun da und ich freue mich auf die Läufe, die ich mit
meiner Wasserflasche absolvieren werde.
Spätestens in 2007 will ich auch mit Bergtraining beginnen, damit
mich nicht jede kleine Erhebung umhaut.
26.04.06
Ich habe unten geschrieben, das ich erstmal keine Stadtmarathons mehr
machen möchte...
Nun - das wird sich im September ändern.
Der Berlin Marathon wird (falls alles glatt läuft) von mir in die
Hand genommen.
Diese Idee kam plötzlich auf, als ich mit Martin telefonierte, der
dort starten wird. Plötzlich bekam ich Lust, wieder auf ein Laufevent
zu gehen und alte Bekannte wieder zu treffen, mit denen zu klönen
und nach dem Marathon zu feiern.
Und da dieser Berlin Marathon mein 10. wird, freue ich mich umso mehr
darauf. Vielleicht lege ich mir eine kleine, leichte Kamera zu, mit der
ich dann unterwegs Fotos schieße :)
25.02.06
Nungut, das neue Jahr hat angefangen und ich muss ja auch hier ein kleines
Läuferfazit machen :
Auch wenn ich 2005 an keinem Ultra teilgenommen habe, konnten mich die
eigenen kleinen Läufe weiterbringen, mit jeder Ausdauerbelastung
merkt der Körper sich das, ist nicht viel, aber man merkt doch deutlich
das man schneller fit ist.
Wenn ich daran bedenke, das ich nach meinem ersten Marathon für zwei
Wochen nicht schmerzfrei gehen konnte...... ;)
Tja, nun, was nehme ich mir für 2006 vor?
Vielleicht werde ich im Frühling einen langen Lauf laufen, schon
alleine deswegen, weil ich höchst wahrscheinlich aus Hamburg wegziehen
werde - zu neuen Ufern und zu neuen Laufgebieten.
Langfristig habe ich mir vorgenommen, mich bei den 24 Stundenläufen
langsam an die 60-70 Km Marke ranzutasten, um dann irgendwann meine 80
Km zu toppen. Diesen Zeitraum würde ich auf 5 Jahre schätzen,
da ich keine Lust habe, mich zu einem Wrack zu laufen.
Tabu sind für mich bis auf weiteres Ultraläufe von A - B (keine
Rundenläufe) - ich habe zwar die Ausdauer, der Körper kommt
da aber nicht mit und wie gesagt, Gesundheit geht vor.
Ich habe besonders in meinen privaten Landschaftsläufen gemerkt,
das ich niemandem mehr irgendetwas beweisen muss! Ich laufe, weil es mir
Spaß macht und ja, ich liebe es, meinen Körper zu fordern,
das aber in einem angemessenen Rahmen.
Biel (100 Km Lauf) werde ich vielleicht angreifen, wenn ich die 30 Jährchen
überschritten habe, vielleicht hoppel ich aber auch nie dabei mit.
Traumläufe sind für mich z.b. der Marathon des Sables, alle
Zwischenstationen gefallen mir, nur die 2 Tage, in denen man 80 Km laufen
muss, sind doch noch eine zu hohe Herausforderung und deshalb wird so
ein Lauf auch erst zu den + 5 Jahren gepackt.
Ein Ironman wird jetzt und wohl in der Zukunft nicht in Frage kommen,
da ich einfach nicht eins mit dem Fahrrad werden kann und für 8 Stunden
auf dem Sattel sitzen, nee danke, da lauf ich lieber.
Und ich muss zugeben, das ich kein Sporttalent bin - jeden Kilometer muss
ich mir mühsam erlaufen, mir wird nichts geschenkt.
Deshalb werde ich erstmal nicht mehr an Laufwettkämpfen (Unter-Marathondistanzen)
teilnehmen, mein Bedarf an Stadtmarathons ist erstmal gedeckt, ausser
vielleicht New York, das wird dann aber eine etwas andere Sightseeingtour
- doch das Anstehen an Dixie Klos, Treten auf Bechern und Geschreie vom
Publikum hab ich erstmal hinter mir - ich denke, Landschaftsläufe
bringen einen weiter, man beschäftigt sich mit sich, ist in der Natur
und wirklich den Elementen ausgeliefert und bei den zwei Landschaftsläufen
hatte ich MINDESTENS soviel Spaß wie bei den Stadtmarathons.
Ich wünsche dem Leser, das er einen guten Start ins neue Jahr hatte
und das er das erfüllt bekommt, was er sich gewünscht oder vorgenommen
hat :)
Kris
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